MEINE HUNDE
Pema du Val de Kyichu
Nach mehreren Besuchen, Telefonaten und Vergleichen der Ahnentafeln, beschlossen wir, ein kleines Hundemädchen bei Frau Zinsner zu reservieren. Aus der Verbindung von Rashmila de la Tour des Vigiles und Kji Tch’ung Tch’ung Ka-Chan, hofften wir im Spätsommer 2004 auf eine Hündin. Wochen des Bangen standen an. Hat die Verpaarung geklappt? Ist ein Mädchen dabei? Welchen Namen geben wir „unserem“ Mädchen?
Das lange Warten hatte sich gelohnt. Ein Wurf mit mehreren Mädchen fiel am 9. Dezember 2004. Nach 7 Wochen besuchten wir den Wurf zum ersten Mal in der französischen Schweiz bei Frau Zinszner. Wir wollten uns „unser“ Mädchen nur ansehen. Die Wahl war nicht leicht. Wunderschöne, typgerechte Welpen tollten in einem Auslauf, umgeben von allen Hundeverwandten. Draußen war eine Winterlandschaft wie auf einem Poster. Am Liebsten hätten wir sie alle mitgenommen.
Ich stellte die beiden Hündinnen, die in die engere Wahl kamen, auf einen Ausstellungstisch und schaute mir diese genauer an. Das Herrchen blieb im Hintergrund. Obwohl er schon auf einem Internetbild indirekt die Auswahl getroffen hatte, sollte ich die endgültige Entscheidung treffen. Ein Mädchen war an meiner Person gar nicht interessiert, sondern knabberte an meinem Diamantring. Ich nahm sie auf den Arm und in diesem Moment fragte das Herrchen, ob alles in Ordnung sei. Ich musste schnell reagieren, um das Hundekind zu halten, denn dieses kleine Ding wollte über meine Schultern zu diesem Mann. Worauf das Herrchen meinte: „Diese nehmen wir, sie ist ein richtiges Mädchen: Männer und Diamanten!“
Wir versprachen, in der folgenden Woche wieder zu kommen. Wir besuchten „unser“ Mädchen einige Male, bevor wie sie mit 11 Wochen abholten. Wir hatten keine Ahnung, dass wir mit diesem kleinen Wollknäuel, eingepackt in Decken und schlafend im Transportkäfig auf erwärmten Snugglesafe Welpenplatten, die Reinkarnation einer Prinzessin mit nach Hause nahmen.
Hamdo benahm sich wie ein Kavalier und übernahm sofort die Beschützerrolle, was die Kleine genoss und bis heute schamlos ausnützt.



