VORSTELLUNG
Beim ersten Besuch bei Bekannten lag ein „Etwas“ auf der Couch und beobachtete mich misstrauisch, aber mit Interesse. Ich wurde auch nicht begrüßt oder angebellt. Ich war nicht sicher, was es war, eine Katze oder ein Hund? Man konnte nur Haare sehen und der Kopf bewegte sich. Ich wurde aufgeklärt, dass es sich um einen tibetischen Tempelhund handelt.
Für Besuche hatte ich „grünes Licht“ des kleinen „Wuschelhund“ bekommen. Das war etwas besonderes, denn dieser kleine Hund mit dem Namen Buffer kam aus Amerika und mochte keine griechischen Mitbürger. Ich war bei meinen Besuchen toleriert, aber nicht akzeptiert. Er wartete fast 2 Jahre, um kurz vor dem Umzug seine „Sympathie“ auszuleben und einem griechischen Möbelpacker, der die letzte Kiste wegtragen wollte, in die Wade zu zwicken.
Ein Hund mit solch einem Charakter muss etwas Besonderes sein. Mein Interesse war geweckt!
Schon im Welpenalter achte ich darauf, dass meine Hunde sozialisiert werden und auf ihr Umfeld neugierig sind. Langsam werden sie an alle Einflüsse herangebracht. Der Besuch einer Welpenschule mit Junghundeausbildung ist genauso wichtig, wie ein Tag in einer Stadt wie z.B. München. In der sorgfältig ausgesuchten, kompetenten Hundeschule lernt er andere Rassen kennen und wird mit den Grundregeln eines Lebens vertraut.
Tiere im Allgemeinen bereichern unser Leben. Aber sie sind auch eine Verantwortung und man muss ihnen Geduld, Respekt, Gelassenheit, Konsequenz, Souveränität und Vertrauen entgegenbringen. Man sollte sich genau überlegen, ob man ein kleines Tierleben von Anfang bis zum Ende begleiten möchte. Eine Krankheit kann in einem solchen Hundeleben immer auftreten und man muss bereit sein die finanzielle Belastung zu tragen.
In meinem Fall überrasche ich die Leute immer, nachdem sie meine gekämmten Lhasa Apso gesehen haben und auch so einen kleinen Wuschelhund haben möchten, mit der Frage: Sind sie bereit, bis zu 18 Jahre ein zweijähriges Kind zu betreuen? Denn er wird nie den Kühlschrank selbst aufmachen können.

